CFD Risiko- und Moneymanagement

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Contents

Teil 13: Mit dem Risiko spielen – Alle Infos und Details des Money Management auf einen Blick!

[marker color=“#34aa6f“] Money Management und Risiko: Den Spieltrieb befriedigen[/marker]

Es klingt vielleicht seltsam, aber für die meisten Börsianer ist Spiel und Unterhaltung ein sehr wichtiges Kriterium. Einen Trading-Plan zu haben, und diesen auch noch diszipliniert zu folgen, ist schlicht anstrengend und langweilig. Viele Börsenanfänger wissen dabei noch nicht einmal, dass sie die Verhaltensweisen eines Spielers haben. Ohne einen Handelsansatz mit statistischem Vorteil hat man langfristig nur eine geringe Überlebenschance. Profis wollen nicht spielen, sondern gewinnen.

Mathematischer Wettbewerbsvorteil

Um mit dem Risiko spielen zu können, ist es unerlässlich, die statistischen Daten des eigenen Handelssystems zu kennen. Wer nicht weiß, was er riskiert, der riskiert oft alles. Und die „richtige“ Verlusthöhe kann nur über das eigene Handelssystem bestimmt werden.
Märkte sind nicht beherrschbar, und das Risiko ist das absolut Einzige, was ein Trader kontrollieren kann. Anfänger lassen oft ihre Positionen so lange laufen, bis sie im Gewinn sind. Das geht oft gut, doch irgendwann werden Sie pleite aus dem Markt ausscheiden. Das eigene Ego war dabei der Stolperstein. Niemand möchte als „Verlierer“ bezeichnet werden. Daher versucht man alles, um dem zu entkommen. Eine Verlustposition wird deshalb bis zum bitteren Ende gehalten. Am besten ist es deshalb, wenn man sich mit dem Gedanken anfreundet, dass häufige, aber kleine Verluste annehmbar sind.
Wenn Sie ein funktionierendes Handelssystem haben, dann ist das Money-Management das wichtigste Werkzeug, um zu überleben.

König der Spekulanten: Jesse Livermore

Dass sich Risiko-Management und die eigene Persönlichkeit nicht unbedingt vertragen müssen, zeigt der Absturz des vielleicht berühmtesten Traders aller Zeiten Jesse Livermore (1877-1940). Er bewegte sich stets auf einem schmalen Grat zwischen Ruhm und Ruin. Drei Mal erzielte er an der Börse großen Reichtum, und verspielte zu einem späteren Zeitpunkt wieder sein Vermögen.
Wenn man Livermores Biographie liest, dann merkt man, dass er sein Vermögen immer mit bemerkenswerter Disziplin erzielte. Doch irgendwann zeigt sich dann seine Egomanie. Er hatte ein übersteigertes Selbstwertgefühl. Er liebte Partys, Autos, Yachten und Frauen. Er war ein besonderer Mensch, doch er scheiterte an seinem unausgeglichenen Charakter.

Das Murmelspiel

Eine Autorität auf dem Gebiet des Money-Managements ist Ralph Vince. Er hat ein Experiment mit 40 Studenten durchgeführt. Keiner der Studenten kannte sich mit Money-Management aus. Jeder Student sollte nun am Computer ein Murmelspiel spielen. Die Murmeln hatten eine Zusammensetzung von 60% blaue und 40% schwarze. Eine blaue Murmel gewinnt und eine schwarze verliert. Das positive Gewinnverhältnis beträgt also für alle Studenten 60:40. Jeder der Studenten erhielt ein Anfangskapital von 1000 Dollar und man musste bei jedem Spiel setzen.
Der Einsatz pro Spiel war nicht vorgegeben und konnte von den Studenten selbst bestimmt werden. Sieger des Spiels ist, wer nach 100 Spielrunden das meiste Geld gewonnen hat. Das Ergebnis des Experiments war unglaublich. Obwohl jeder Spieler eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 60% hatte, waren am Ende des Spiels nur 2 Spieler im Gewinn.
Trotz positiver Erwartung, konnten nur 5% der Spieler Gewinne erzielen, weil die anderen zu viel Geld je Spielrunde setzten. Hätte jeder Spieler je Runde nur 50 Dollar gesetzt, hätten alle Spieler im Gewinn sein müssen.
Nichts anderes passiert an der Börse. Wer ein Gewinnsystem besitzt, muss nicht zwangsläufig auch ein Gewinner sein. Ohne Money-Management und Disziplin kann man kein erfolgreicher Trader werden.

Trading: Grundvoraussetzung ist ein positiver Erwartungswert

Um an der Börse Gewinne erzielen zu können, ist ein positiver Erwartungswert notwendig. Der Erwartungswert bezieht sich auf die Geldsumme, die pro eingesetzten Euro im Durschnitt verdient wird.

Wenn Ihr Handelssystem einen Erwartungswert von 0,32 hat, dann ist Ihr System hoch profitabel. Für jeden eingesetzten Euro würden Sie 32 Cent Gewinn erhalten.

Kapitaleinsatz

Bei einem positiven Handelssystem können Sie dauerhaft nur verlieren, wenn Sie zu viel Ihres Kapitals einsetzen. Risiko ist demnach der Kapitalbetrag, der bei einem Verlust-Trade entsteht. Die richtige Höhe des Risikos steht in einem mathematischen Zusammenhang zur Höhe Ihres Kapitals, zur Höhe des Erwartungswertes und Ihrer persönlichen Risikoneigung.
Das Risiko des Ruins sollte so klein sein, dass ein Totalverlust nahezu unmöglich ist.

Die obere Rechnung zeigt eine vereinfachte Formel. Die Berechnung geht davon aus, dass der Durchschnittsgewinn und Durchschnittsverlust ungefähr gleich hoch ist. Die vereinfachte Formel soll ein Gefühl für das richtige Maß geben. Für das Überleben an der Börse darf man nicht zu viel riskieren. In der Praxis fließen noch mehr Einflussfaktoren in die Berechnung ein. Nicht jeder Trade hat die gleichen Gewinnchancen und ein Pyramidisieren des Einsatzes kann nicht berücksichtigt werden.

Fazit zum Money Management: Risiko kontrollieren

Risiko ist der Verlustbetrag als prozentualer Anteil des Kapitals, den man bereit ist bei einem Trade zu verlieren. Die meisten professionellen Trader setzen je Trade einen Betrag ein, der unter 1% des Kapitals liegt. Da private Trader oft unterkapitalisiert sind, muss man ihnen ein erhöhtes Risiko zugestehen. In Abhängigkeit zum Erwartungswert sollte das Risiko zwischen 1-3 % betragen.

Buchbesprechung: Risiko- und Money-Management von Wieland Arlt (Update 2020)

Buchbesprechung: In diesem Beitrag möchte ich eines der wichtigsten Bücher vorstellen, welches jeder Trader, ob Anfänger oder erfahren, lesen sollte. Das Buch ist nicht dick, und das Buch ist nicht teuer, dafür ist der direkte Nutzen für den Trader oder aktiven Anleger enorm.

Das Buch trägt den griffigen Titel: „Risiko- und Money-Management“, und wurde von dem bekannten Trader Coach Wieland Arlt geschrieben. Im Untertitel heisst es dann: „Wie Sie Ihre Trading-Ergebnisse dauerhaft und nachhaltig verbessern.“

Für einen Trading-Einsteiger ist dieses Buch deshalb so wichtig, weil der Autor dem Trader hilft, die richtigen Erwartungen an die Trading-Ergebnisse zu entwickeln.

Für den erfahrenden Trader ist das Buch sehr hilfreich, weil alle wichtigen Bereiche des Risiko- und Money-Managements noch einmal zusammengefasst werden. Auch wenn man vielleicht schon viel Trading-Erfahrung hat und profitabel handelt, wird man hier noch mal neue Ideen finden und wichtige Zusammenhänge aufgezeigt bekommen.

Risiko- und Money-Management – Der Inhalt des Buches

Das Buch erschien im April 2020 im Finanzbuchverlag in der Buchreihe „simplified“ und hat einen Umfang von 229 Seiten. Risiko- und Money-Management besteht aus zwei Teilen und sieben Kapiteln, zuzüglich Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Danksagung, Schlusswort und umfangreiches Stichwortverzeichnis.

Das Vorwort

„Der wichtigste Baustein einer erfolgreichen Geldanlage ist der bewusste Umgang mit dem Risiko und das Management des eigenen Kapitals. Das sind die Kennzeichen eines professionell im Markt agierenden Traders und Anlegers!“

Wieland Arlt bringt es immer wieder auf dem Punkt. Schon auf der ersten Seite im Vorwort werden dem geneigten Leser kleine Schätze aus der Traderwelt gereicht. Noch einen?

„Erst nachdem wir uns intensiv mit einem professionellen Umgang mit Verlusten beschäftigt haben, können wir uns im nächsten Schritt über den professionellen Umgang mit Gewinnen unterhalten. Für einen erfolgreichen Trader ist beides wichtig.“

Aller guten Dinge sind drei. Für aktive Trader und Anleger gibt es eine wesentliche und elementare Fragestellung:

„Wo genau sind die einzelnen Stellschrauben, die es uns erlauben, unsere Handelsansätze und Trading-Strategien mit unserem Kapital, unserer Erfahrung und unseren Kennzahlen so in Einklang zu bringen, dass wir in der Lage sind, dauerhaft positive Ergebnisse zu erzielen!“

Wenn ich Sie jetzt mit diesen drei Zitaten aus dem Vorwort von Risiko- und Money-Management neugierig gemacht habe, dann sollten Sie weiterlesen, denn das ist wirklich nur der Anfang.

Wieland Arlt verspricht, in seinem Buch die grundlegenden Elemente Ihres zukünftigen persönlichen Trading-Erfolges festzulegen.

Teil 1: Auf dem Weg zum Börsenprofi

Kapitel 1: Der Schlüssel zum Trading-Erfolg

Im ersten Kapitel werden die Begriffe Risikomanagement und Money-Management, die oftmals fälschlicherweise in einen Topf geworfen werden, von einander abgegrenzt, dann definiert und erkärt. Es wird gezeigt, was Risiko- und Money-Management mit erfolgreichem Trading zu tun haben.

Allerdings, das wird von den meisten Tradern übersehen, ist eine gesunde finanzielle Basis, die wichtigste Voraussetzung, um dauerhaft im Trading erfolgreich zu sein. Das richtige Risiko- und Money-Management soll genau dafür sorgen.

Anhang von Chartbeispielen des Deutschen Aktienindex (DAX), der Allianz Aktie und der Nokia Aktie zeigt Arlt, dass Trader in ihren Investitionen immer die Möglichkeit von enormen Kursverlusten einplanen und das damit verbundene Risiko strikt begrenzen müssen. Aber auch auf potentielle Gewinne und den richtigen Umgang damit, muss der Trader vorbereitet sein.

Es geht weiter mit der Frage: Wer sind Sie? Trader, Anleger und Investor oder Hasadeur? Erst wenn man weiss, wie man „gestrickt“ ist, kann man sein Risiko- und Money-Management so ausrichten, dass beides zu einem passt und man damit leben (traden) kann.

Arlt besteht darauf, dass man für sich die wichtigen Fragen klärt, ob man eher aggressiv oder defensiv handeln will, ob man eher kurzfristig oder langfristig agieren wird?

Über wie viel Erfahrung verfügt man, und was man mit seinem Handeln erreichen will?

Denn es sind die Antworten auf diese Fragen, die darüber entscheiden, wie man sich dem Markt nähern wird, und wie man im Markt agieren wird. Die Antworten entscheiden außerdem darüber, was man wie, wann und wie lange handeln wird. Mit diesen Fragen wird ein klares Ziel aufgestellt, was man mit dem Trading überhaupt erreichen will.

Welcher Trading-Stil passt zu Ihrem Handelskonto? Mit dieser Frage geht es weiter. Drei wesentliche Trading-Stile werden unterschieden:

In dem Buch werden entsprechend drei Trader vorgestellt, Martina, Klaus und Peter, die der Leser im weiteren Verlauf des Buches begleiten wird und an deren Ideen, Erfahrungen und Überlegungen er teilnehmen kann. Das erste Kapitel von Risiko- und Money-Management endet mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Grundlagen und Erkenntnisse.

Kapitel 2: Risiko-Management

Risiko-Management bedeutet in erster Linie Verlustbegrenzung. Anhand eines Chartbeispiels beim DAX-Index, der stark eingebrochen ist, nähert sich Arlt dem Thema des zweiten Kapitels. Das Tradingkapital muss zusammen gehalten werden, und dass gelingt nur mit strikter Verlustbegrenzung.

Welche Elemente sind also für das Risiko-Management wichtig? Anhand einer Tabelle kann der Leser sehen, wie schwierig es wird, hohe prozentuale Verluste wieder auszugleichen. Wenn man z.B. erst einmal 50 Prozent des Kapitals verloren hat, muss man 100 Prozent Gewinn erzielen, um wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Und wenn man 95 Prozent des Handelskontos verloren hat, ist ein Gewinn von 1.900 Prozent notwendig, um wieder bei null anzukommen.

Wie viel Risiko sind Sie bereit, pro Trade oder Position einzugehen? Es ist sehr wichtig, vor Beginn des Tradings eine Antwort auf diese Frage zu haben. Der sogenannte Risikobetrag berechnet sich aus der Größe des Handelskontos multipliziert mit dem eingegangenen Risiko in Prozent. Wenn man also z.B. bereit ist, 1 Prozent des Handelskontos zu riskieren, so würde man bei einer Kontogröße von 10.000€ den Risikobetrag mit 100€ ansetzen. Es werden von Arlt weitere wichtige Formeln vorgestellt, wobei das Thema Risiko-Management immer von verschiedenen Seiten interessant erklärt wird.

Nachdem der theoretische Teil beendet ist, kommen die drei Trader Peter, Martina und Klaus zu Wort, die genau beschreiben, wie sie ihr Risiko bestimmen, und welche Überlegungen zur Begrenzung des Risikos im realen Trading notwendig sind.

Das Thema Risiko-Management wird weiter vertieft, indem das Gesamtrisiko vom Einzelrisiko getrennt wird. Wie viel Gesamtrisiko ist für den Trader akzeptabel? Eine Antwort auf diese Frage setzt sich zusammen aus der Handelsfrequenz, der Anzahl der Positionen im Depot, dem gewählten Risikobetrag der Einzelposition, der möglichen Serie von Verlusten (potentieller Drawdown), und nicht zu guter Letzt dem persönlichen „Wohlfühlgefühl“.

Es geht weiter mit der wichtigen Überlegung, wie man seine Position gegen Verluste absichert. Da Trading immer bedeutet, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen, müssen wir uns mit Erfolgswahrscheinlichkeiten zufrieden geben und entsprechend unseren Trade planen und unser festgelegtes Risiko pro Trade festlegen. Damit ist unser Stop-Loss für den Trade bestimmt. Grundlage für die Bestimmung des Stop-Loss kann z.B. ein prozentualer Wert der Aktie sein, oder, von Arlt bevorzugt, gewählt nach charttechnischen Kriterien. Die Stop-Loss Platzierung in der Praxis wird anhand von Chartbeispielen für den Dow Jones Index noch mal gezeigt.

Alles auf eine Karte? So bestimmen Sie Sie Ihre Positionsgröße! Mit dieser Aufforderung beginnt der letzte Abschnitt des Kapitels mit Schwerpunkt Risiko-Management. So schreibst Arlt einleitend dazu:

„Neben der Definition des einzugehenden Risikos gehört die Bestimmung der optimalen Positionsgröße zu den wichtigsten Elementen des Risiko-Mangements. Viele Trader sind sich dessen leider nicht bewusst und übernehmen sich mit einer zu großen Position im Verhältnis zum Handelskonto. Sie gehen damit unwissentlich ein größeres Risiko ein als ursprünglich von ihnen geplant. Aus diesem Grund ist die professionelle Bestimmung der Positionsgröße der entscheidende Faktor des Risiko-Managements und gleichzeitig auch die Verbindung zwischen unserem geplanten Risiko und dem Stop-Loss.“

Anhand von einigen Tabellen werden die Vor- und Nachteile verschiedener Positionsgrößenbestimmung aufgezeigt.

  • Was passiert, wenn man immer eine konstante Anzahl von Aktien handelt?
  • Oder was passiert, wenn man immer zehn Prozent des Handelskontos in eine Tradingposition gibt?
  • Und als dritte Variante, was passiert, wenn das Risiko konstant gehalten wird, bsw. bei ein Prozent vom Handelskonto.

Das Kapitel 2 von Risiko- und Money-Management endet mit der Empfehlung, ein festes prozentuales Risiko zu nutzen, welches mental und finanziell zu verkraften ist, und damit das Risiko-Mangement zu professionalisieren. Die zuvor gemachten Erkenntnisse werden von den drei Tradern Klaus, Martina und Peter in ihrer Trading-Praxis eingesetzt und dem Leser anhand von Trading-Beispielen näher gebracht. Hierbei gibt es auch einen Abstecher in die Problematik des Forexhandels und dem Handel mit Hebelzertifikaten. Dieses überaus interessante und lehrreiche Kapitel endet mit einer kurzen Zusammenfassung der Erkenntnisse.

Kapitel 3: Money-Management

In diesem Kapitel hinterfragt Wieland Arlt die bekannte Börsenregel „Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen.“ Aus seiner Sicht ist es nicht immer ratsam, so zu verfahren, denn der Gewinn wird dem Zufall überlassen. Gewinne kann man nur dann erfolgreich laufen lassen, wenn es einen Trend gibt, der nur geringe Korrekturen mit sich bringt. Und genau an diesem Punkt trifft Theorie auf Praxis, denn wie oft und wie lange haben wir solche Trends im Vergleich zu nach oben oder unten begrenzten Seitwärtsbewegungen?

Im Trading ist eher die Regel als die Ausnahme, das aufgelaufene Buchgewinne wieder abgegeben werden, weil sich der vorliegende Trend nicht mehr weiter fortsetzt. Für die Psychologie des Traders wird es sehr frustrierend sein, immer wieder zu erleben, wie sich schöne Buchgewinne wieder in Luft auflösen. Und dann ist es ja auch so, dass man als Trader mit seinem Trading Geld verdienen will. Und dieses Ziel darf man nicht dem Zufall überlassen, sondern man muss sich bemühen, kontinuierlich Gewinne zu erreichen. Der Weg dahin führt über ein professionelles Money-Management, indem Überlegungen in Richtung konkrete Ziele und Zielerreichung angestellt werden.

Vom Risiko-Management zum Money-Management: Was hat Risikobegrenzung mit Gewinnermittlung zu tun? Die Antwort auf diese Frage möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber der Autor lässt den Leser nicht im Unklaren. Nur soviel sei verraten: Wie immer im Trading hat auch die Gewinnermittlung mit Wahrscheinlichkeiten zu tun. Bei den meisten Trades ist es sinnvoll, ein konkretes Gewinnziel zu setzen und dort Gewinne zu nehmen. Diese Vorgehensweise wird anhand eines Praxisbeispiels im Währungspaar EUR/GBP diskutiert.

Gewinne zu realisieren stärkt das Selbstbewusstsein des Trader; eine nicht zu unterschätzende Komponente, um mehr Sicherheit im Trading zu bekommen.

Chance oder Risiko? So verbessern Sie die Qualität Ihrer Trades! Potentieller Verlust und potentieller Gewinn eines Trades müssen ins Verhältnis gesetzt werden. Dieses Verhältnis wird durch das Chance-Risiko-Verhältnis – kurz CRV – angegeben. Arlt zeigt anhand von mehreren Formeln, welche Aspekte bei der Ermittlung des CRVs berücksichtig werden müssen und erklärt den Sachverhalt nochmals anhand eines konkreten Chartbeispiels. Dieses relativ kurze, aber sehr wichtige Kapitel zum Thema Money-Management endet mit Worten zum Umgang mit den Wahrscheinlichkeiten und einer Zusammenfassung der wichtigsten Learnings.

Kapital 4: Risiko- und Money-Management in der Praxis

Nach den theoretischen Erläuterungen in den vorangegangenen Kapiteln geht es nun in die Praxis, wobei wieder die drei Trader Klaus, Martina und Peter zu Wort kommen. So handelt Devisen-Trader Klaus grundsätzlich mit einem Chance-Risiko-Verhältnis von 1,5, um anfallende Verluste auszugleichen und stellt seine Strategie sehr ausführlich und im Detail anhand eines konkreten Trades im Stundenchart des Währungspaars EUR/USD vor.

Die Positions-Traderin Martina wiederum plant ihre Trades ganz anders, da sie ja längerfristig orientiert ist. Aus diesem Grund arbeitet sie mit einem Chance-Risiko-Verhältnis von 2,5. Der Wochenchart der SAP AG dient dazu, das identifizierte Trading-Setup zu identifizieren und die Berechnung für Kursziel und Stop Loss durchzuführen.

Zu guter Letzt wird Peter, der Hebelzertifikate-Trader ist, seine Trading-Idee vorstellen und seine daraus folgende Planung mit dem Leser besprechen. Ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2 hält Peter für seinen Tradingstil angemessen. Der Handel mit Hebelzertifikaten hat den Vorteil, dass man sein Risiko gleich zweimal begrenzen kann, zum einen wird der gewählte Stop-Loss auf jeden Fall eingehalten, und es wird auch keine Overnight-Gaps (Kurslücken) geben, wovon Futures, Aktien- oder CFD-Trader negativ überrascht werden können.

Das Kapitel 4 endet mit einem ausführlichen Diskurs zur Berechnung von Hebelzertifikaten und einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.

Teil 2: Vom Börsenprofi zum Top-Trader

Kapitel 5: Risiko- und Money-Management im Quadrat

Schwerpunkt dieses Kapitels ist die Frage, welchen Einfluss die Richtigkeit Ihrer Prognosen und die Anzahl der Trades auf Ihren Trading-Erfolg hat.

Trefferquote und Handelsfrequenz sind wichtige Elemente eines professionellen Money-Managements und vervollständigen die Betrachtung des Risiko-Managements. Aber bevor der Leser dann im Laufe des fünften Kapitels mehr über diese wichtigen Begriffe lernen kann, empfiehlt Wieland Arlt, über die Trading-Ergebnisse Buch zu führen (Trading-Journal). Alles was dazu gehört, wird ausführlich in einer Tabelle vorgestellt.

Weiter geht es dann mit der Statisik. Es wird erklärt, welche Aussagekraft das Risiko pro Trade, das Chance-Risiko-Verhältnis, die Trefferquote und die Handelsfrequenz haben. Diese vier vorgestellten Elemente können zu einer „Money-Management-Matrix“ kombiniert werden, wie Arlt weiter ausführt. Dabei zeigt die Money-Management-Matrix , dass die vier Elemente in direkter und indirekter Abhängigkeit zueinander stehen. Schwächen in der einen Variablen können durch Stärken in der anderen ausgeglichen werden.

Wichtige Erkenntnisse aus diesem Kapitel sind:

  • Je höher das realisierte Chance-Risiko-Verhältnis ist, desto niedriger wird die Trefferquote sein und umgekehrt.
  • Eine hohe Handelsfrequenz kann ein geringes realisiertes Chance-Risiko-Verhältnis ausgleichen.
  • Mit einer hohen Trefferquote lässt sich das Risiko erhöhen, solange das realisierte Chance-Risiko-Verhältnis größer als 1 ist.
  • Ein realisiertes Chance-Risiko-Verhältnis von 1,5 ist eine gute Ausgangsbasis und sichert den Gesamtgewinn, selbst wenn die Trefferquote unter 50 Prozent liegt.

Das Kapitel endet wiederum mit einem umfangreichen Praxis-Teil, wo die bekannten drei Trader ihre Überlegungen, Ergebnisse und Erfahrungen im Detail vorstellen.

Kapitel 6: Risiko- und Money-Management 2.0

Nachdem in den vorangegangenen Kapiteln alle relevanten Aspekte des Risiko- und Money-Managements diskutiert wurden, steht jetzt das sogenannte „Trade-Management“ im Vordergrund, um damit das Money-Management zu erweitern. In diesen Themenbereich gehören das nachgezogene Stop-Loss, die Variation von Einstiegen und Ausstiegen und der schrittweise Ein- und Ausstieg aus Positionen. Der Autor zeigt Möglichkeiten auf, wie man die „Money-Management-Matrix“ optimieren kann, so dass der Leser mit diesen Strategien die bestmöglichen Ergebnisse aus seinen Trades erzielen kann. Darüberhinaus wird gezeigt, wie Trader mehrere Zeitebenen sinnvoll miteinander verknüpfen können.

Anhand von Chartbeispielen beim Währungspaar EUR/USD wird die Frage untersucht, welche Auswirkungen ein nachgezogener Stop-Loss (Trailing-Stop) auf Ihr Risiko- und Money-Management hat. In ausführlichen Fallbeispielen kommen wieder die drei Trader Klaus, Martina und Peter zu Wort und geben Einblicke, wie sie ihre Trades managen.

Genauso wie der Ausstieg mittels Trailing-Stop oder Teilgewinnrealisierung variiert werden kann, läßt sich auch der Positionseinstieg schrittweise vornehmen (Scaling-in). Möglicherweise lassen sich so die Gewinne bei unverändertem Risiko erhöhen, schreibt Arlt. Welche Vorgehensweisen es genau gibt, wird anhand von Trades im DAX-Index und in EUR/USD diskutiert. Auch das „Scaling-out“, also die schrittweise Positionsschließung, wird anhand der „Money-Management-Matrix“ und einem Trading-Beispiel in der Commerzbank-Aktie beschrieben.

Der letzte Abschnitt dieses Kapitels ist dem „Time-Warp“ gewidmet, also dem Zeitsprung, wenn beim Trading verschiedene Ebenen miteinander verknüpft werden. Die Vorteile bei dieser Vorgehensweise, so Arlt, liegen in einer Verbesserung der Trefferquote, denn auf diese Weise können versteckte Widerstände und Unterstützungen identifiziert werden, die in anderen Zeitebenen liegen. Auch die Einstiege lassen sich verfeinern, wenn beispielsweise in tiefer liegenden Zeitebenen nach Signalen gesucht wird. Als Folge lässt sich die Stop-Loss Platzierung enger definieren. Anhand des Stundencharts im Währungspaar USD/JPY wird diese Vorgehensweise gezeigt, wenn zusätzlich noch der Tages- und Wochenchart berücksichtigt werden.

Ziel des Traders muss es sein, qualitativ hochwertige Trades zu finden. Es ist genau diese Vorgehensweise, die dafür sorgen kann, so Arlt abschließend. Anhand des DAX-Index mit der Wochen-und der Tageschartanalyse lässt sich genau beurteilen, wie der Einstieg in die Position im Tageschart zu bewerten ist.

Das Kapitel endet mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Einsatz des Trade-Managements.

Kapitel 7: Erfolg ist planbar! In kleinen Schritten zum großen Ziel!

Im lezten Kapitel rückt Wieland Arlt noch mal die Perspektive zurecht. Ja, man kann mit dem Trading den Traum vom großen Geld, finanzieller Unabhängigkeit und dem Beruf als professioneller Trader realisieren, aber um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es vieler Voraussetzungen. Neben einem professionellen Risiko- und Money-Management gehört dazu natürlich eine profitable Strategie mit einem positiven Erwartungswert. Aber auch die Trader-Psychologie mit dem richtigen Umgang mit den Emotionen ist ein wichtiger Punkt.

Anhand mehrerer Renditetabellen wird verdeutlicht, welchen Weg ein erfolgreicher Trader gehen kann, um am Ende seine finanziellen Ziele zu erreichen.

„Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder.“

Mit diesem Zitat des deutschen Kaufmanns und Bankiers endet dieses lehrreiche und praxisbezogene Handbuch. Denn auch kleine Handelskonten lassen sich durch den Zinseszinseffekt auf erhebliche Summen anwachsen.

Abschließende Bewertung:

Das vorgestellte Buch Risiko- und Money-Management von Wieland Arlt halte ich für die wichtigste Lektüre für jeden angehenden Trader oder aktiven Anleger. Aber auch erfahrene Trader sollten sich auf jeden Fall noch mal die Zeit nehmen, diese wichtigen Grundlagen für profitables Trading zu lesen. Dieses Buch ist wichtiger als jede Abhandlung über Trading-Strategien oder Handelsmethoden. Der Autor zeigt enormes Fachwissen aus Theorie und Praxis. Das Buch bekommt von mir eine ganz klare Kaufempfehlung.

Der Preis von 14,99 ist ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, welche geldwerten Erkenntnisse und Tipps alle Trader und aktiven Anleger aus diesem Buch ziehen können.

Kurzbeschreibung

Für jeden Trader ist ein professionelles Risiko- und Money-Management unverzichtbar, um Trading-Ergebnisse dauerhaft und nachhaltig zu verbessern. Im Eifer des Tradings wird das oft vernachlässigt. Deshalb stellt Wieland Arlt in seinem Buch einfache Methoden vor, die in der Praxis mit wenig Aufwand umzusetzen sind.

Er erläutert für unterschiedliche Handelsstile verschiedene Konzepte, sodass kurz- und mittelfristig orientierte Trader von der Planung eines Trades bis hin zur Wahl des passenden Finanzproduktes individuell begleitet werden. Wieland Arlt gibt praxisnahe Hinweise und demonstriert, dass ein professionelles Risiko- und Money-Management Trading-Erfolg planbar macht.

Über den Autor Wieland Arlt

Wieland Arlt ist zertifizierter Coach, Trainer und Dipl.-Volkswirt. Als aktiver Trader beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit dem Thema Börse und Trading. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel im Magazin TRADERS‘ und ist auf relevanten Fachmessen ein gefragter Redner. Mit seiner TORERO TRADERS SCHOOL, die eine professionelle Ausbildung und ein umfassendes Coaching bietet, unterstützt Wieland Arlt Trader dabei, ihre Ziele selbstbestimmt zu erreichen und dauerhaft erfolgreich zu werden.

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Verlag: FinanzBuch Verlag (4. April 2020)
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 225 Seiten

»Der Weg zum Börsenprofi ist steinig und lang. Und auch nicht jede/r hat das Zeug dazu, den Weg erfolgreich zu Ende zu gehen. Wer aber sein Risiko- und Money-Management sträflich vernachlässigt, dessen Karriere als professioneller Trader ist praktisch schon beendet, noch bevor sie begonnen hat. Das Buch von Wieland Arlt über Risiko- und Money-Management ist ein »must have« nicht nur für den Börseneinsteiger. Auch der fortgeschrittene Trader kommt mit der Lektüre und praktischen Umsetzung seinem Trading-Erfolg einen großen Schritt näher.«

Karin Roller, Traderin, Autorin und Vorstandsmitglied der VTAD e.V

Money Management – Alle wichtigen Methoden und Strategien unter der Lupe!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 19.02.2020

  • Konto ab: 0 €
  • Kosten: A+
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Money- und Risikomanagement sind grundlegende Dinge, denen jeder Trader genügend Aufmerksamkeit schenken sollte. Denn wird das Grundprinzip dahinter verstanden und werden entsprechende Techniken optimal umgesetzt, hat das eine Verbesserung des Forex-Handels zur Folge. Es gibt viele Trader, deren Konto trotz vernünftiger Handelsstrategie mit der Zeit an Geld verliert. Andere Händler schließen viele Trades mit einem Gewinn ab, doch vergeben sie diese Gewinne durch wenige schlechte Trades.
Stellt ein Händler solche Szenarien bei seinem Forex-Handel fest, hält er sich nicht an die Grundsätze des Risiko- und Money Managements. Im Ratgeber werden wir erläutern, wie das Money Management Einfluss auf den Handel nehmen kann und welche Techniken und Tools zum Einsatz kommen.

  • Mit Trading-Techniken Einfluss auf den Handel nehmen
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Money Management: Schlüssel zum erfolgreichen Trading

Anfänger begehen häufig den Fehler, dass sie sich zu intensiv mit einer neuen Trading-Strategie auseinandersetzen. Dabei vergessen oder vernachlässigen sie das Money- und Risikomanagement. Eine ausgereifte Trading-Strategie kann in der Theorie durchaus interessante Chancen-Risiken-Verhältnisse beinhalten.
Wenn das Risiko- und Money Management allerdings nicht angemessene Berücksichtigung findet, wird ein Trader dauerhaft Verluste machen und mit jeder noch so guten Trading-Strategie scheitern.

Das Money Management umfasst Methoden, Strategien und Techniken, die Tradern an den Finanzmärkten dazu dienen, zum einen bestehendes, erwirtschaftetes Trading-Kapital zu erhalten und zum anderen dieses gegen Verluste abzusichern. Kurz gesagt, es geht immer darum, maximale Gewinne zu erzielen und die Verluste zu reduzieren.
Mit den passenden Strategien und Techniken ist es möglich, das das vorhandene Kontokapital bei ungünstigen Kursentwicklungen zu schützen. Damit ist sichergestellt, dass in einer solchen Situation ausreichend Anlagekapital für weitere Trades zur Verfügung steht. Nur wenn eine längere Verlustserie begrenzt werden kann, bleibt die Chance auf künftige Gewinne.
Jeder professionelle Trader verdankt seinen Erfolg den Methoden des Money Managements und nutzt dabei ein Money Management Tool wie Forex-Volatilitätsrechner, Handelskalender, Forex-Positionsrechner oder MetaTrader. Dem ambitionierten Privatanleger helfen leicht zu verstehende und einfach anwendbare Geldmanagement-Methoden, Gewinne zu sichern. Forex Money Management konzentriert sich auf Fragen wie:

  • Welcher Anteil am gesamten verfügbaren Kapital soll investiert werden?
  • Wie viel sollte bei einem einzelnen Trade riskiert werden?
  • Wie stark soll die verwendete Hebelwirkung sein?
  • Wie kann ich Verluste prognostizieren und mein Kapital bewahren?

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Risiken und Money Management Trading Regeln

Der Kapitalerhalt ist für Trader von entscheidender Bedeutung. Das Ziel des Tradens oder Investierens sollte in jedem Fall das Geldverdienen sein. Reine Spaßtrader müssen teuer bezahlen. Money Management hat ein einfaches Ziel: Es soll Händler dazu zwingen, ihre Verluste zu minimieren und entstandene Gewinne weiter laufen zu lassen. Die meisten Anfänger kümmert allein die Frage nach der Höhe des Gewinns.
Dabei ist die Frage nach dem Verlustpotenzial noch relevanter. Für die langfristige Performance ist es wichtiger, Verluste zu begrenzen, als große Profite zu realisieren. Zum einen fällt der absolute Verlust mit dem zunehmenden Kontokapital auch größer aus. Zum anderen kann der Verlust nur durch einen größeren prozentualen Gewinn ausgeglichen werden.
Im Folgenden werden zwei einfache wie wichtige Grundsätze des Money Management vorgestellt. Sie sollen Tradern den Weg der Verlustminimierung weisen.

Grundsatz 1: Minimieren der Verluste beim Trading!
Klingt einfach und dennoch scheitern viele Händler daran, Trading-Verluste zu managen. Das führt schnell zum Null-Euro-Konto und der Beendigung der Trader-Karriere.
Eine Money-Management-Regel sollte jeder Trader als Warnung immer im Hinterkopf haben: Bei jedem Trading-Verlust vermindert sich das Kapital zum weiteren Geldverdienen. Das Wettmachen von Verlust verlangt höhere Gewinne. Ohne gutes Money Management werden die Risiken vernachlässigt und das Konto nicht mehr steuerbar. Ein Trader muss immer wissen, ab welchen Kontoständen Verluste begrenzt werden müssen.
Grundsatz 2: Langsam und nachhaltig Einkommen erzielen!
Forex-Trading ist kein System zum schnellen Reichwerden. Wer mit 200 Euro oder 500 Euro startet, muss sich selbst bei regelmäßigen Gewinnen lange Zeit bis zu nennenswerten monatlichen Einkommen gedulden. Selbst mit einem 10.000-Euro-Konto dauert es Jahre bis zur ersten Million.
Natürlich kommt es entscheidend auf das System an. Anfänger müssen nicht selbst traden, sondern können mit CopyTrading oder Signal-Trading hohe Renditen erzielen.
Beispiel: Angenommen, die monatliche Rendite beträgt im Schnitt 20 Prozent (Kontoguthaben 2.500 Euro). Einen Monat später beträgt das Kontokapital schon 3.000 Euro. Nach vier Monaten hätte sich das Guthaben verdoppelt. Innerhalb eines Jahres landen 22.000 Euro auf dem Konto. Nach 24 Monaten sind 200.000 Euro auf dem Konto. Rund drei Jahre wären notwendig bis zum Erreichen der ersten Million.
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Risiko- und Money Management: Unterschiede werden in der Funktion deutlich

Risikomanagement und Money Management gehören eng zusammen. Bei allen Gemeinsamkeiten weisen sie aber auch Unterschiede auf, die in ihrer Funktion begründet sind. Money Management befasst sich mit dem sicheren und effektiven Management des Handelskapitals. Ziel ist ein optimaler Einsatz des vorhandenen Kapitals.
Die Verluste gilt es unter den Gewinnen zu halten, um das Volumen des Handelskontos im Laufe der Zeit zu vergrößern. Der Trader bestimmt, wie viel Geld er pro Trade riskiert. Das Risiko steigt mit dem zunehmenden Geldeinsatz im Verhältnis zum Gesamtkapital. Beim Trading sollte der Fokus nicht auf der potenziellen Chance, sondern auf dem Risiko liegen.

Risikomanagement ist im Vergleich zum Geldmanagement allgemeiner. Es hat zum Ziel, die Verlustrisiken einer Position bzw. des Kontokapitals möglichst gering zu halten. Risiken gibt es am Markt bzw. in Verbindung mit einem Trade. Neben dem Kapitaleinsatz nehmen Faktoren wie Broker, Asset, Korrelation, Strategie, etc. Einfluss.
Da jeder Trader mehr oder weniger längere Verlustphasen durchmacht, gilt es Verluste lange genug zu überleben. Das ist die Grundlage, um wieder Gewinne zu erzielen. Wenn ein Trader eine Position eröffnet, steht er vor der Aufgabe, das eingegangene Risiko durch das Setzen eines Stoploss zu begrenzen.
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Risikomanagement ist Stoploss-Management

Der optimale Stoploss lässt sich mithilfe der Charttechnik festlegen. Bei einer Long-Position könnte ein Stop-Limit durch das letzte Verlaufstief (Minor-Low) gesetzt werden. Dieses ließe sich ebenso als statistisch ermittelter Einstiegspunkt festmachen. Wichtig für langfristig erfolgreiches Trading ist, dass ein Stoploss gesetzt und eingehalten wird. Fehlt es an einem Punkt, der den Trader bei ungünstiger Entwicklung zum Aussteigen aus dem Trade zwingt, sind hohe Verluste nicht zu vermeiden.
Auf einen rein mental gesetzten Stoploss sollten Trader verzichten. In der Hoffnung auf einen drehenden Kurs werden Verlustpositionen gehalten, was die Verluste über das zuvor kalkulierte Niveau führt. Beim gehebelten Trading wird das zwangsläufig zu einer bedrohlichen Situation führen.
Money Management Trading setzt Disziplin voraus. Ist der Trader in der Lage, ein Stop-Limit für eine zu eröffnende Position festzulegen und dieses einzuhalten, wird er langfristig stetige Erfolge einfahren. Wenn ein Trader ein realistisches Kursziel zur Ermittlung des Chance-Risiko-Verhältnisses anwendet, kann er die Entscheidung für das Eingehen einer Position sinnvoll treffen. Die Differenz zwischen Einstiegspunkt und Stoploss bildet die Grundlage für die Bestimmung von einsetzbarem bzw. zu bewegendem Kapital und der Anzahl der Positionen. Ohne optimal bestimmtes und gesetztes Stoploss wird das Konto dem Verlustdruck der Märkte schutzlos ausgeliefert.

Gewinnquote von unter 100 Prozent erfordert Risikomanagement

Gäbe es eine 100-prozentige Erfolgsquote, wäre kein Risikomanagement notwendig. Das Risiko, Geld zu verlieren, gäbe es in diesem Fall nicht. Das Verwenden der maximalen Handelsgröße (Lot) für einzelne Trades würde das Kontoguthaben in kürzester Zeit vervielfachen. Leider ist dieses Szenario nur ein Wunschtraum und spiegelt nicht die Realität wider. Würde ein Trader mit der maximalen Lot-Größe verlieren, wäre sein gesamtes Konto in der Regel weg. Trader müssen unter Anwendung geeigneter Techniken diesen Verlust über das Risikomanagement im Devisenhandel vermindern.

Die Vorteile von Risikomanagement:

  • Verwaltung des Risikos: Die optimale Verwaltung des Risikos ist die Voraussetzung für eine lange Lebensdauer. Je weniger Geld durch falsche Trades verloren geht, desto länger wird der Trader auf dem Markt überleben.
  • Emotionen unter Kontrolle behalten: Je weniger der Händler pro Trade riskiert, desto weniger ist er emotional betroffen, wenn sein Trade nicht aufgeht und im Verlust landet.

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Wie viel Geld ist für den Forex-Handel notwendig?

Zu den Hauptrisiken im Forex- und CFD-Handel zählen ungenügendes Wissen, zu hohe Erwartungen und zu geringes Kontokapital. Für Anfänger-Trader steht die Frage nach dem notwendigen Startkapital für den Forex- und CFD-Handel meist an erster Stelle. Eine allgemeingültige oder einfache Antwort gibt es nicht. Solange ein Einsteiger sich diese Frage nicht selbst beantworten kann, fehlt es ihm an Wissen, was ein erfolgreiches Trading ausmacht. Dieses Wissen ergibt sich aus der Beantwortung von Fragen wie:

  • Was sind die Gründe für das Trading?
  • Was kann an Geld und Zeit ins Trading investiert werden?
  • Welche Konditionen (Spread, Limit, Swap, Hebel) bietet der Broker?
  • Welche Risiken möchte der Trader auf sich nehmen?

Warum ist Trading für mich perfekt?

Der Trader muss das “ Warum“ beantworten. Sonst wird er keine Antwort auf die Frage, wie viel Geld zum Trading gebraucht wird, finden. Ist das Ziel des Tradings das schnelle Geld? Oder ist es dem Händler ernst und er möchte sich ein nachhaltiges Einkommen aufbauen? Wie sehen Handelserfahrungen (Aktien, Optionen, etc.) genau aus und wie viel Zeit soll in das Erlernen des Forex- und CFD-Tradings investiert werden? Erste regelmäßige Gewinne lassen sich mit einem kleineren Grundkapital realisieren.
Sind hohe Einkommen das Ziel, wird der Händler einen größeren Geldbetrag benötigen. Trader mit einem höheren Handelskapital neigen allgemein zu mehr Vorsicht (umfangreiche Analyse, Hebelwahl), wobei das für Zockertypen nicht gilt.

Welche Konditionen bietet der Broker?

Jeder Broker wünscht sich Kunden, die möglichst viel Geld in Trades investieren. Das ist ein Grund für die geforderte Mindesteinzahlung der meisten Anbieter; andererseits verzichten viele Broker auf eine Grenze bei der Einzahlung.
Als Mindesteinlagen kommen Beträge ab bis 1.000 Euro, manchmal sogar darüber, infrage. Ein Live-Konto mit 0 Euro ist in der Regel mit einem Gratisguthaben von 25 bis 50 Euro verbunden. Typisch sind Ersteinlagen von 200 oder 500 Euro. Bei Micro-Konten reichen 10 Euro zum Trading mit 0,01 Lots pro Trade aus. Konten mit höheren Mindesteinlagen ab 1.000 Euro sind mit engen Spreads verbunden. Wer viel Geld einzahlt, wird von zahlreichen Brokern mit besseren Trading-Bedingungen belohnt.
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Risiken und Erwartungen: Warum nur mit Risikokapital handeln?

Der Hebeleinsatz bei Forex und CFDs vervielfacht mögliche Gewinne, was im Gegenzug für die möglichen Verluste gilt. Trader sollten nur komplett frei verfügbares Geld investieren, dessen Verlust keine Probleme bereitet. Werden die Ansprüche an die zu erzielenden Einkommen zu hoch angesetzt, führt das meist zu schlechteren Trading-Ergebnissen.
Letztlich ist nicht die alles entscheidende Frage, wie viel Geld für den Start mit Forex benötigt wird. Wichtiger ist, wie viel Geld zum Eröffnen des Handelskontos benötigt wird, um sicher zu handeln. Wer viel verdienen möchte, muss zu höheren Investitionen bereit sein, weil nur damit die Risiken beherrschbar bleiben.
Profis empfehlen Anfängern für ein Forex Money Management, nicht mehr als 1 Prozent ihres Kontostandes in einen einzigen Trade zu riskieren. Bei derart niedrigen Einsätzen ist der Trader in seinem Handelsstil zwar eingeschränkt. Der Wunsch, unbedingt größere Tagesgewinne zu realisieren, führt oft dazu, höhere Risiken einzugehen, was ein Null-Euro-Konto zum Ergebnis hat. Der Traum vom großen Forex-Profit muss nicht zu Ende sein, bevor er begonnen hat. Trader sollten den notwendigen Betrag für ihr Trading ansparen und dann ein Handelskonto eröffnen. Ausreichend hohes Kontokapital ermöglicht mehr Gewinn und das Risiko wird dabei im Auge behalten.

Fazit: Forex Money Management bildet die Basis für dauerhaft profitables Trading

Dauerhaft profitables Forex-Trading gelingt nur Tradern, die dem eigenen Money Management Trading genügend Aufmerksamkeit widmen. Das ist genau so wichtig wie das Erstellen und Testen einer Trading-Strategie. Trader müssen sich über alle Risiken im Zusammenhang mit einer Investition im Klaren sein und mit einem entsprechenden Risikomanagement agieren. Money Management sorgt für einen risikooptimierten Einsatz von Kapital.
Professionelle Trader beschäftigen sich neben der eigenen Psyche in erster Linie mit dem Optimieren ihres Money- und Risikomanagements. Ein Großteil der privaten Trader macht den Fehler, sich auf die Verbesserung der Trading-Strategie zu konzentrieren. Dabei benötigt ein erfolgreich verlaufenes Trading-Setup die wenigste Aufmerksamkeit.
Für Trader mit ausreichendem Kapital ist der Handel über mehrere Konten zu empfehlen. Auf nicht üppig ausgestatteten Konten lassen sich neue Strategien und Ansätze erproben. Risikoreichere Trades können eingegangen werden. Das Hauptkonto sollte konsequent unter Beachtung von Money- und Risikomanagement geführt werden. Hier geht es hauptsächlich darum: Verluste begrenzen und Handelskapital erhalten. Kein Händler sollte den einen Top-Trade mit Megagewinn herbeisehnen. Vielmehr sollte er das Ziel verfolgen, über konstante und nachhaltige Gewinne sein Konto auf lange Sicht am Leben zu erhalten.

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