Bollinger Bänder – Binäre Optionen 2020

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Bollinger Bands bei Binären Optionen – So werden sie angewandt

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 29.08.2020

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In der Vergangenheit wurde schon viel über sie gehört. Die Rede ist von den Bollinger Bands. Es gibt unterschiedliche Händler, die schon sehr viele positive Erfahrungen mit den besonderen Analysemethoden gesammelt haben. Jedoch ist kein Tool so einfach und wird nicht nur von Anfängern genutzt, sondern auch von Fortgeschrittenen. Der Handel kann mit den Bollinger Bands durchaus erleichtert werden, da erkannt werden kann, wann sich ein Kurs übermäßig in die Tiefe oder in die Höhe entwickelt. Die Bollinger Bands wurden in den 1980er Jahren entwickelt und sind seit jeher nicht mehr wegzudenken. Gerne möchte in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass die Nutzung von dem Tool sehr wichtig und zur gleichen Zeit interessant ist. Schließlich kann mit dem Tool ein hervorragender Analysehergang gesichert werden, ohne dass weitere Tools eingesetzt werden müssen.

In diesem Artikel geht es um die Vorteile der Bollinger Bands sowie um die genaue Nutzung des Tools. Es möchte natürlich somit nahegelegt werden, dass die Bollinger Bands bei den Analysen in Zukunft eingesetzt werden, um einen besseren und leichteren Überblick über den aktuellen Kurs zu erhalten. Darüber hinaus sollte erwähnt werden, dass Anfänger unbedingt diesen Indikator für eine technische Analyse nutzen sollten, um somit zu sichern, dass sie eine grundlegende Bewertungsbasis aufrechterhalten. Die Bänder bieten einen maximalen Bewegungsspielraum an, die sehr positive Wirkungen mit sich bringen können.

Die Vorteile

Die Bollinger Bänder reihen sich in eine sehr umfangreiche Gruppe von Bändern ein, die als Analysemethoden für Forex und auch Binäre Optionen genutzt werden können. Sie bieten sich aber auch als Schwankungstools an, da die unterschiedlichen Veränderungen in einem Kurs auch bei den Bollinger Bands sichtbar bleiben. Grundsätzlich kann durch die Bänder die grundlegende Richtung eines Wertes erkannt werden und außerdem werden die Bänder als Unterstützungs- und Widerstandslinien verwendet. Es muss sich mit dem Tool nicht gefragt werden, wie sich der aktuelle Kurs weiter entwickelt, da die Rahmen der Bänder als Richtlinie genutzt werden können. Eine Standardabweisung kann mit diesem Tool sichtbar werden. Schwankt ein Wert während des Kursverlaufes, sind nur kleine Abweichungen bei den Bollinger Bändern zu erkennen. Sind hingegen große Veränderungen in Bezug auf die Werte zu erhalten, ist eine sehr große Abweichung zu erkennen und es kann dementsprechend ein Handel durchgeführt werden. Aufgrund der Rahmen der Bollinger Bands werden zusätzlich Trends deutlich leichter zu erkennen sein.
Anfänger können von den Bollinger Bändern sehr profitieren, da das Tool nicht kompliziert gehalten ist, sondern einfache
Regeln anbietet. Es kann sogar schon eine Handelsstrategie mit den Bollinger Bändern erschaffen werden, um somit zu sehen, wann sich unter anderem der Handel mit 60 Sekunden am meisten lohnt. Der schnelle Einsatz und der ebenso schnelle Gewinn ist mit Binären Optionen beim 1 Minute Trade durchaus sinnvoll, wenn die Bollinger Bands verwendet werden. Zudem gibt es weitere Vorteile:

  • Bollinger Bands reichen als Indikator für eine Strategie aus
  • Sie reagieren schnell auf die Veränderungen des Marktes
  • Manchmal laufen Bollinger Bands dem Kurs voraus
  • Berechnungsgrundlage ist ein beliebter Indikator
  • Bollinger Bands lassen sich mit Charttechniken kombinieren
  • Weitere Indikatoren erweitern Analysemethoden mit Bollinger Bändern

Die Einstellung für Bollinger Bands

Meistens haben die Händler den Vorteil, dass sie sich nicht lange mit den Einstellungen der Bollinger Bänder beschäftigen müssen. Grundsätzlich befindet sich in den Echtzeitcharts eine Voreinstellung, die genutzt werden kann, um unter anderem die Bänder direkt sichtbar werden zu lassen. Jedoch können auch die Einstellungen der Bänder verändert werden, um möglicherweise eine bessere Handelsoption für sich erschließen zu können. Grundsätzlich haben die Bänder eine sehr schnelle Einstellungsoption, die für sich genutzt werden kann. Somit bieten sie sich an, um entsprechend leicht analysiert zu werden. Zu viele Gedanken an die richtige Einstellung muss der Händler hier nicht verschwenden.
Die beste Grundeinstellung weisen die Bollinger Bänder meistens bei einem Durchschnitt von 20 Tagen auf. Hier können dementsprechend Linien in dem Chart erkannt werden, die den Kurs der letzten zwei bis drei Wochen anzeigen. Je nachdem wie und welcher Zeitraum gehandelt werden möchte, kann eine entsprechende Veränderung an den Bollinger Bands vorgenommen werden. Es kann eine langfristige Einstellung von einem oder mehreren Tagen erfolgen sowie eine mittelfristige Einstellung von einer oder mehreren Stunden. Anfänger haben sich in Verbindung mit Binären Optionen eher auf die kurzfristigen Analysearten festgelegt, die zwischen einer und 15 Minuten liegen. Bei der kurzfristigen Analyse können noch gerne weitere Indikatoren genutzt werden, die Kursmuster intensiver untersuchen. Die Bollinger Bands können natürlich an die Bedürfnisse der Händler angepasst werden. Es kann neben der Zeitperiode zusätzlich eine Veränderung der Abweichungen eingestellt werden. Jedoch sollte die Veränderung immer ausgewogen sein, um keine extremen Veränderungen zu erkennen, die unter anderem nicht vorteilhafte Folgen für den Handel haben können.

Die Kombination mit Indikatoren

Wenn weitere Einstellungen für die Bollinger Bänder angeschaut werden möchten, sollten unter anderem die EMAs und RSIs ins Auge fallen. Bei den EMAs handelt es sich um den exponentiell gleitenden Durchschnitt und bei RSI wird der Relative-Stärke-Index berechnet. So kann man nicht nur einen Trend deutlicher machen, sondern diesen auch in seiner kompletten Form analysieren. Es kann somit ein Überkauf oder Überverkauft sichtbar werden, was ohne die beiden Indikatoren nicht möglich wäre. Die EMAs können auf Zeitperioden zwischen 5, 10 und 15 Tage eingestellt werden. Natürlich kommt es auch hier wieder auf die Handelszeiten ein, auf die sich fokussiert wird. Wenn sich alle drei Indikatoren über den mittleren Bollinger Band Linien bewegen, kann ein steigender Trend bestätigt werden.
Bei dem RSI werden mehrere Funktionen zur gleichen Zeit bedient. Es kann sich um eine Information zu einem Trend handeln sowie es kann eine Information in Bezug auf den Überkauf und Überverkauf erhalten werden. Hier sollten unbedingt die Eingliederungen 30, 50 und 70 beachten, die am seitlichen Rand als mögliche Leitlinie vorhanden sind. Der RSI wird als Trendindikator gesehen und wird die Marke 50 nutzen. Fällt dieser Wert, dann ist ein fallender Kurs sichtbar und dementsprechend handelbar. Wenn der RSI jedoch steigt, kann ein steigender Kurs mit einem guten Profit genutzt werden. Die Zahl 30 ist hingegen ein Zeichen dafür, dass eine Überverkauftheit vorhanden ist.

Formationen erkennen

Die Bollinger Bands haben zusätzlich den Vorteil, dass sie sich dann sehr gut anbieten können, wenn eine Formation aufgeführt wird. Eine Formation ist ein besonderer Kurs, der dazu genutzt werden kann, um bestimmte Vorhersagen zu machen. Die Bollinger Bänder sind dafür vorhanden, um einen Kurs in dem oberen und unteren Segment einzudämmen und hier einen deutlichen Hinweis anzubieten, wie sich ein Kurs in der nächsten Zeit entwickelt. Ein Kurs kann jedoch auch eine bekannte Formation aufführen, die dazu sinnvoll eingesetzt werden kann, um unter anderem einen Trend zu handeln. Die Top- und Bodenformationen können in Kürze bei einem kurzen Tagestrend deutlich werden und dazu führen, dass sie sich an den oberen und unteren Bändern bewegen. Gerne bietet es sich an, dass sich besondere Schenkelformationen bilden, die innerhalb oder außerhalb der Bänder liegen. Das ist meistens ein Zeichen für eine bekannte Formation, die von den Händlern mit viel Erfahrung gehandelt werden kann.
Jedoch sollten hier die bekannten Formationen näher angeschaut werden, um einen Einblick und eine gute Übersicht über die interessanten Gestaltungen innerhalb und außerhalb der Bollinger Bands zu erhalten. Die Formationen sind zusätzlich am besten mit Trendlinien zu erkennen und Hilfslinien, die in den Graphen eingezeichnet werden können.

Brokerempfehlung: ActivTrades

Bei dem Broker ActivTrades können zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten genutzt werden, um einen Handel durchzuführen. Es kann grundsätzlich sehr gut mit Binären Optionen und auch mit Forex gehandelt werden, was der Anbieter seinen Kunden attraktiv zum Angebot macht. Aktien sowie auch Indizes und CFDs sind bei dem Broker mit englischem Sitz zu handeln. Der Anbieter wird durch die britische Finanzaufsicht reguliert und bietet eine hohe Sicherheit beim Handel an. Die Kunden können sich darüber hinaus zuverlässig auf die besonderen Angebote stützen, die von dem Broker aufgeführt werden. Hierzu zählen interessante Boni und außerdem ist gesichert, dass natürlich auch die neusten Handelsanalysemethoden in Kombination mit Forex, Aktien und Binären Optionen zu verwenden sind. Als gutes Beispiel führt der Broker das System des MetaTraders auf. Hier bietet sich die Versionen des Metatraders 4 und 5 an, um auf dem neusten Stand zu bleiben und die Kurse zu analysieren.
ActivTrades möchte seinen Kunden darüber hinaus die Möglichkeit anbieten, einen hohen Bonus zu nutzen. Besonders Neukunden können sich von dem Bonus einen deutlichen Vorteil verschaffen und können darüber hinaus sicherstellen, dass sie sich mit einem erstklassigen Anbieter beschäftigen. Dieser möchte entsprechend der Einzahlungshöhe einen kräftigen Bonus auszahlen, der jedoch unter bestimmten Bedingungen zu verwenden ist. Als weiterer Vorteil ist der gute Kundendienst zu erwähnen, der fünf Tage in der Woche durchgehend zu erreichen ist. Der Kundenservice bietet unterschiedliche Hilfestellungen und hilft darüber hinaus auch noch bei der Setzung von Trades, wenn es zu Beginn Schwierigkeiten gibt. Fortbildungsangebote werden ebenso von dem Kundenservice für die Kunden angeboten.

Binäre Optionen Strategie mit Bollinger Bändern: Funktionsweise, Handelssignale, Stärken und Schwächen

Das 95 % Prinzip der doppelten Standardabweichung

Wer nach einer Binäre Optionen Strategie mit Bollinger Bändern sucht, stößt nicht nur bei YouTube ganz besonders häufig auf Bollinger Bänder. Wie funktionieren Bollinger Bands? Welche Strategien lassen sich damit umsetzen? In welchen Märkten eignet sich der Indikator? Diese und weitere Fragen zu Bollinger Bändern werden hier beantwortet.

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  • Das mittlere Band ist ein gleitender Durchschnitt
  • Das obere und das untere Band sind jeweils zwei Standardabweichungen vom mittleren Band entfernt
  • 95 % der Kurse liegen zwischen oberen und unterem Band
  • Die Distanz zwischen oberem und unterem Band verändert sich mit der Marktvolatilität
  • In starken Trendphasen notiert der Markt sehr nahe am oberen oder unteren Band
  • Antizyklische Positionen sind beim Übergang der Bänder von Expansions- in Kontraktionsphasen sinnvoll

1. Prinzip und Berechnung von Bollinger Bändern

Um das Prinzip Hinter Bollinger Bändern zu verstehen, soll zunächst ein einfacher gleitender Durchschnitt betrachtet werden. Übersteigt der Markt seinen Durchschnitt von unten nach oben, gilt dies in der technischen Analyse meistens als Kaufsignal.

Gleitende Durchschnitte werden mitunter mit Prozentbändern kombiniert. Ein 2 % Band etwa besteht aus zwei Linien: Eine verläuft 2 % über dem Durchschnitt, eine 2 % darunter. Nähert sich der Markt dem oberen Band, könnte dies als Hinweis auf eine bald bevorstehende Korrektur nach unten gewertet werden.

Prozentbänder sind allerdings naturgemäß statisch. Eine Marktbewegung um 2 % kann in einem ruhigen Markt einen bemerkenswerten Impuls mit entsprechend großem Korrekturpotenzial darstellen, zugleich in einem volatilen Markt jedoch von untergeordneter Bedeutung sein.

Bollinger Bänder setzen bei dieser Problemstellung an. Auch hier wird ein gleitender Durchschnitt von zwei Bändern begleitet, von denen eines über und eines unter dem Durchschnitt verläuft. Der Abstand zwischen dem gleitenden Durchschnitt und den Bändern ist allerdings nicht fix, sondern wird über eine doppelte Standardabweichung definiert.

Was bedeutet das? Es bedeutet erstens, dass die Distanz zwischen dem oberen und dem unteren Band sich vergrößert, wenn die Marktvolatilität zunimmt. Ebenso verringert sich der Abstand zwischen den Bändern bei abnehmender Volatilität. Zweitens führt der Einsatz der doppelten Standardabweichung dazu, dass 95 % der Kurse innerhalb der beiden Bänder notieren.

Die Berechnung von Bollinger Bändern ist relativ einfach. Das mittlere Band entspricht dem gleitenden Durchschnitt mit der gewählten Periodenlänge. Das obere Band ergibt sich durch die Addition des zweifachen der Standardabweichung über die gewählte Periodenlänge zum mittleren Band. Das untere Band wird dementsprechend durch die Subtraktion des zweifachen der Standardabweichung über die gewählte Periodenlänge ermittelt.

Bollinger Bänder sind in nahezu jeder Charting Software enthalten. Das Konzept wurde bereits in den 1980er Jahren durch John Bollinger entwickelt und wird seit geraumer Zeit zur Marktanalyse eingesetzt. Im Zusammenhang mit Binären Optionen finden sich Verweise sehr häufig in YouTube Videos, in denen die Bänder als vollständiges Handelssystem dargestellt werden.

2. Interpretation von Bollinger Bändern

Wie werden Bollinger Bänder interpretiert? Eine verkürzte, aber in vielen Publikationen immer wieder anzutreffende Interpretation lautet, dass das obere und das untere Band als Kursziel zu verstehen seien. Dementsprechend könnte bei Kursen nahe am oberen Band eine Shortposition, bei Kursen nahen unteren Band eine Longposition eröffnet werden.

Es ist ausdrücklich davon abzuraten, Bollinger Bänder als einfache Überkauft/Überverkauft Indikatoren zu betrachten. Eine Interpretation ist nur im Kontext des übergeordneten Trends sinnvoll. Wird dieser Kontext nicht berücksichtigt, produzieren Bollinger Bänder notwendigerweise Fehlsignale.

Der übergeordnete Trend spiegelt sich in Expansions- und Kontraktionsphasen der Bollinger Bänder wider. In der Abbildung unten ist der Indikator in einem Chart des AUD/CAD zu sehen. Es lässt sich deutlich erkennen, dass der Markt in stärkeren Trendphasen für einen längeren Zeitraum am oberen bzw. unteren Band notiert. Wer in einem solchen Szenario antizyklische Positionen eröffnet, handelt zwangsläufig mit Verlust, über dessen Höhe allein die Maßnahmen zur Verlustbegrenzung entscheiden.

Deutlich zu sehen: Die Bänder durchlaufen Expansions- und Kontraktionsphasen

Zu betrachten sind deshalb die Entfernung des Marktes von den Bändern, die Entfernung des Marktes vom gleitenden Durchschnitt und der Abstand zwischen den Bändern. Dietmar Rübsamen schreibt dazu in seinem 2004 in 1. Aufl. erschienenen Werk „Technische Kumulationsanalyse“: „In einer Trendphase denen sich die Bänder aus, und der Kurs wird sich beispielsweise in einem intakten Aufwärtstrend immer im Bereich des oberen Bollinger Bands bewegen. Solange die Expansion der Bänder anhält, darf deshalb nicht gegen den der Bewegung zugrunde liegenden Trend gehandelt werden. Antizyklischer Handel ist erst beim Übergang von Expansions- zu Kontraktionsphase sinnvoll. In diesem Fall flachen sich die Bänder wieder ab und beginnen bei einem noch sehr großen Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Band eine kurze Zeit abzuflachen und schließlich horizontal zum Kurs zu verlaufen. Nur in dieser Phase ist antizyklische Handel optimal, da die Bänder aufgrund eines reifen Trends nun echte Widerstands- und Unterstützungsfunktionen darstellen.“

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Die Abbildung unten zeigt einen Chart mit der Entwicklung des Ölmarktes. Wie sich gut erkennen lässt, notiert der Markt insbesondere in starken Phasen nahe am unteren bzw. oberen Band. Links im Chart ist eine stärkere Abwärtstrendphase zu sehen, während der sich der Markt kaum vom unteren Band entfernt. Rechts im Chart ist dagegen ein starker Aufwärtstrend zu sehen, während der der Markt fast durchgängig am oberen Band notiert. In der Mitte findet sich eine längere Konsolidierungsphase, während der antizyklisches Handeln in der Tat vorteilhaft gewesen wäre.

Deutlich zu sehen: in trendstarken Phasen notiert der Markt nahe an einem Band

3. Bollinger Band Strategie: So kann es gehen

Wie lässt sich eine Binäre Optionen Strategie mit Bollinger Bändern konkret umsetzen? Zunächst bedarf es einer Erörterung des übergeordneten Trends. In starken Trendphasen sind Bollinger Bänder kaum als alleiniger Indikator geeignet, da der Markt fast durchgängig am oberen bzw. unteren Band notiert. Interessant für die Betrachtung von Bollinger Bändern sind Korrekturphasen. In seitwärts verlaufenden Trends kann Indikator als Oszillator damit als Überkauft- bzw. Überverkauft Indikator betrachtet werden. Auch in Trendphasen lässt sich der Indikator einsetzen: Relevant sind hier die Konsolidierungsphasen innerhalb des Trends. Während einer Konsolidierung unterschreitet der Markt häufig den gleitenden Durchschnitt und somit das mittlere Band. Kommt es nach einem solchen Unterschreiten zur Wiederaufnahme des Trends, kann das Überschreiten des mittleren Bandes als Handelssignal interpretiert werden.

Die Abbildung unten zeigt einen Chart mit vier Handelssignalen. Diese wurden durch eine Kombination aus Bollinger Bändern und Oszillator ausgelöst. Deutlich sichtbar: Es kommt zu Signalen, wenn die Bänder entweder über einen längeren Zeitraum waagerecht verlaufen sind oder der Übergang von der Expansions- in die Kontraktionsphase erfolgt. Nur dann sind Kurse in der Nähe eines der Bänder möglicherweise überkauft bzw. überverkauft.

Kurse am unteren Band können als Einstiegssignale bewertet werden

4. Schwächen der Strategie

  • Das Intervall mit doppelter Standardabweichung gaukelt Sicherheit vor
  • In trendstarken Phasen verlaufen die Kurse nahe an einem Band

Bollinger Bänder sind nicht frei von Schwächen. Ein häufiges Missverständnis besteht im Hinblick auf die Tatsache, dass 95 % der Kurse sich innerhalb der Bänder befinden. Das ist ganz allein auf die Verwendung einer doppelten Standardabweichung zur Messung des Abstands zum Durchschnitt zurückzuführen. Die Bänder reagieren dadurch sehr schnell auf Kursveränderungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass einem Kurs oberhalb des oberen Bandes zwangsläufig fallende Kurse folgen müssten. Vielmehr bedeutet es, dass das Band nach einem oberen Ausbruch sehr stark ansteigt und deshalb den nächsten Kurs wieder einschließt.

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5. Alternative zu Bollinger Bands I: MACD

Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) ist bis zu einem gewissen Grad mit Bollinger Bändern verwandt. Der durch Gerald Appel entwickelte Indikator besteht aus mehreren exponentiell gewichteten gleitenden Durchschnitten. Im Chart sind zwei Linien sichtbar: Eine schnellere MACD Linie und eine langsamere Signallinie.

Die MACD Linie ist die Differenz zwischen zwei Durchschnitten. In den Standardeinstellungen der meisten Chart-Programme werden diese mit 12 und 26 Tagen Länge berechnet. Für die Signallinie wird gemeinhin ein 9-Perioden-Durchschnitt verwendet. Zu Kauf- bzw. Verkaufssignalen kommt es, wenn sich die beiden Linien überkreuzen. Überkreuzt die schnellere MACD Linie die Signallinie von unten nach oben, handelt es sich um ein Kaufsignal. Kommt es dagegen zu einem Überkreuzen von oben nach unten, liegt ein Verkaufssignal vor. Der MACD oszilliert um eine Nulllinie herum. Dadurch werden zusätzlich Hinweise auf überkaufte bzw. überverkaufte Situationen geliefert.

Der Abstand des MACD von der Nulllinie gilt als Filter für die durch Überkreuzungen generierten Handelssignale. Besonders relevant sind Kaufsignale demnach, wenn der MACD weit unterhalb der Nulllinie im überverkauften Bereich verweilt.

6. Alternative zu Bollinger Bands II: Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte sind sehr einfache und häufig eingesetzte Indikatoren. Ein einfacher gleitender Durchschnitt misst den durchschnittlichen Schlusskurs der letzten n Perioden. n ist grundsätzlich frei wählbar, bei den Perioden kann es sich um Minuten, Viertelstunden, Stunden, Tage, Wochen Monate etc. handeln.

Gleitende Durchschnitte funktionieren wie eine Art geglättete Trennlinie. In Aufwärtstrends verläuft der Markt über seinem gleitenden Durchschnitt, in Abwärtstrends darunter. Überkreuzt der Markt seinen gleitenden Durchschnitt von unten nach oben, gilt dies gemeinhin als Kaufsignal.

In der Abbildung unten ist ein Chart mit zwei gleitenden durchschnitten zu sehen. Diese weisen Periodenlängen von 18 bzw. 48 Handelstagen auf. Gut erkennbar: Der Durchschnitt mit 18 Tagen Länge reagiert sehr viel schneller auf Trendwechsel als der längere Durchschnitt.

Chart mit zwei EMAs

Der Zusammenhang zwischen der Länge von gleitenden Durchschnitten und ihre Reagibilität auf Marktveränderungen ist zugleich die größte Aufgabe bei der Optimierung von Handelsstrategien. Werden sehr sensitive gleitende Durchschnitte eingesetzt, generieren diese sehr häufig Signale und produzieren eine hohe Trefferquote. Es kommt zu Kaufsignalen, ohne dass der Markt tatsächlich steigt und zu Verkaufssignalen, ohne dass der Trend tatsächlich gebrochen wird.

Werden sehr lange Durchschnitte verwendet, erzeugen diese erst in einem sehr späten Stadium von Kursbewegungen Handelssignale. Das führt dazu, dass die Eröffnung von Positionen in einem Aufwärtstrend erst erfolgt, wenn die Kurse bereits relativ weit gelaufen sind. Diesen Zielkonflikt zu optimieren, gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei der Entwicklung von Strategien mit gleitenden Durchschnitten.

7. Alternative zu Bollinger Bands III: Prozentbänder

Kombinieren Sie einen gleitenden Durchschnitt mit Prozentbändern und Sie erhalten ein mit Bollinger Bändern eng verwandtes Indikatorkonzept. Ein Prozentband wird mit einem festgelegten Abstand zum gleitenden Durchschnitt in den Chart gezeichnet. Vor allem in Seitwärtsphasen gelten Kurse nahe den Prozentbändern als antizyklische Handelssignale.

8. Bollinger Bands in Verbindung mit weiteren Chartsignalen

Wie für alle Indikatoren gilt auch für Bollinger Bänder, dass eine isolierte Betrachtung nie so gute Ergebnisse erzielen kann wie die Betrachtung im Kontext weiterer Indizien.

Widerstand und Unterstützung

Angenommen, der Markt durchbricht nach Kursen in der Nähe des unteren Bands den gleitenden Durchschnitt. Dann liegt ein Kaufsignal vor. Dieses wird deutlich verstärkt, wenn mit dem Überschreiten des mittleren Bandes auch das Überschreiten eines charttechnisch signifikanten Widerstands einhergeht.

Andersherum wäre es fahrlässig, das Überschreiten des Mittelbandes als Kaufsignal einzustufen, wenn kurz über dem Band ein signifikanter Widerstand liegt. Die Eröffnung einer Position sollte erst erfolgen, wenn diese überwunden wurde. Scheitert der Markt an einem Widerstand und fällt er danach wieder unter das mittlere Band zurück, verstärkt dies das Verkaufssignal.

Kursformationen und Trendlinien

Auch für Kursformationen und Trendlinien gilt, dass das kombinierte Auftreten von charttechnischen Signalen und Bollinger Bänder Signal die Aussagekraft erhöht. In der Abbildung unten ist ein Chart mit dem Kursverlauf des USD/CAD zu sehen. Der Markt notiert zunächst in der Nähe des unteren Bandes, bevor eine Aufwärtstrendbewegung einsetzt. Im Rahmen dieser Aufwärtsbewegung wird eine Abwärtstrendlinie überschritten. Dieses Überschreiten kann als besonders aussagekräftiges Kaufsignal gewertet werden.

Hier wird das Überschreiten von mittlerem Band und Trendlinie als Kaufsignal interpretiert

Genauso verhält es sich mit Kursformationen wie zum Beispiel der Schulter Kopf Schulter Formation. Der Bruch der Nackenlinie ist ein Handelssignal. Geht dieses mit einem Unterschreiten des mittleren Bandes einher, wird das Handelssignal verstärkt.

Die Bedeutung der Umsätze

Die Umsätze sollten die Kursbewegung bestätigen. In einem starken Aufwärtstrend notieren die Kurse in der Nähe des oberen Bandes. Dies sollte mit hohen Umsätzen einhergehen. Kommt es im Rahmen einer Korrektur zu einem Rückgang des Kurses in Richtung des mittleren Bandes, sollten die Umsätze zurückgehen. Nimmt der Trend wieder an Fahrt auf und steigen die Kurse wieder in Richtung des oberen Bandes, sollte es zu einem Anstieg der Umsätze kommen. Trifft dies so zu, bestätigt dies den vorliegenden Trend.

Fazit

Bollinger Bänder können für Handelsstrategien eingesetzt werden. Es ist jedoch dringend davon abzuraten, die Bänder ohne weiteren Kontext als Überkauft und Überverkauft Indikator zu betrachten und bei Kursen in der Nähe des oberen Bandes Shortpositionen einzugehen. Das würde dazu führen, dass ausgerechnet in besonders starken Trendphasen gegen den Trend gehandelt wird. Entscheidend für die Bewertung ist auch, ob sich die Bänder in einer Kontraktions- oder einer Expansionsphase befinden.

Strategien Bollinger-Bändern Erfahrungen 2020 – Der ADX-Indikator und binäre Optionen im Test!

Wir haben bereits einige Strategien auf der Basis von technischen Indikatoren vorgestellt. Dabei haben wir auch festgestellt, dass man in den meisten Fällen lediglich zwei Arten von Indikatoren benötigt. Nämlich einen Indikator, der einen Trend anzeigt, und einen weiteren, der die Stärke bzw. die Dynamik des Trends darstellen kann. Der zweite Indikator gilt sodann als Filter-Indikator.

Auch bei dieser Strategie bedienen wir uns einem Trend-Indikator, das sind die Bollinger-Bänder, und einem Filter-Indikator, das ist der ADX.
Die Bollinger-Bänder wurden von John Bollinger, einem technischen Analysten, im Jahre 1980 entwickelt. Bollinger-Bänder bestehen aus drei Bändern, davon bildet das Band, das mittig verläuft, den gleitenden Durchschnitt des Kurses, also die Moving Average bezogen auf eine bestimmte Periode. Das untere und das obere Band werden durch die durchschnittliche Schwankungsbreite innerhalb dieser Periode bestimmt.

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Die Idee ist folgende: Laut statistischen Annahmen bewegt sich der aktuelle Kurs immer in Richtung seines Mittelwertes. Erreicht der Kurs das obere Band, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich der Kurs nun wieder zu seinem Mittelwert bewegt. Im Grunde genommen sind die Bollinger-Bänder zwar Trendfolge-Indikatoren, sie zeigen jedoch auch Zonen an, an denen sich der Trend kurzzeitig umkehren kann.

Bei dem ADX-Indikator handelt es sich um einen Indikator zur Trendstärkebestimmung. Der Indikator wurde von Welles Wilder, ebenfalls technischer Analyst, im Jahre 1978 entwickelt. Er vergleicht Höchst- und Tiefstkurse innerhalb einer Periode und errechnet so Extra-Werte, die darauf hindeuten, ob ein Trend besteht oder nicht. Anschließend wird die Schwankungsbreite mit in die Berechnung einbezogen. Nur so kann ein Vergleich der Auf- und Abwärtsbewegungen stattfinden und die jeweilige Stärke des Trends definiert werden.

Screen 1: Anwendung des ADX im 4-Stundenchart des S&P500

Der ADX-Indikator zeigt die Stärke des Trends an, aber nicht die Richtung. Das heißt: Steigt der ADX an, gewinnt der Trend an Stärke, unabhängig davon, in welche Richtung sich der Trend bewegt (Screen 1).

Strategie mit binären Optionen handeln

Wann können Put- bzw. Call-Optionen auf Basis der beiden Indikatoren gekauft werden?

Screen 2: 4-Stundenchart des S&P500 mit möglichen Käufen

Nehmen wir nur die Bollinger-Bänder und wenden sie auf den 4-Stunden-Chart an, könnten wir jedes Antasten an das obere Band nutzen, um Put-Optionen zu kaufen (Screen 2). An dieser Stelle sei gesagt, dass es, sofern man es auf vergangene Kurse anwendet, auch gut aussieht. Doch in der Praxis ist das Abprallen der Kurse an den Bändern nicht so einfach zu identifizieren, vor allem weil das Bollinger-Band kein vorlaufender Indikator ist, sondern aus dem Kurs berechnet wird.
Was wir aber tun könnten ist, mithilfe des ADX in Trendrichtung zu handeln. Genauer gesagt, wir kaufen nur dann Optionen, wenn der ADX einen starken Trend anzeigt und nur in Richtung dieses Trends. Unseren Kaufzeitpunkt bestimmt dann das mittlere Band der Bollinger-Bänder (Screen 3).

Screen 3: 4-Stundenchart des S&P500 mit Trendfilter ADX

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Folgende Regeln können daher aufgestellt werden:

1. Steigt der ADX während eines Aufwärtstrends deutlich an, kaufen wir Call-Optionen am mittleren Band.
2. Steigt der ADX während eines Abwärtstrends deutlich an, kaufen wir Put-Optionen ebenfalls am mittleren Band.
3. Fällt der ADX während eines Aufwärtstrends deutlich ab, kaufen wir Put-Optionen vom oberen Band aus.
4. Fällt der ADX während eines Abwärtstrends deutlich ab, kaufen wir Call-Optionen vom unteren Band aus.
Auf diese Weise nutzen wir den ADX optimal aus, indem wir in Richtung des Trends handeln, wenn der Trend stark ist und gegen den Trend nur dann, wenn der Trend schwach ist.

Fazit

Strategien, die mithilfe von technischen Indikatoren gehandelt werden, sind unter Tradern sehr beliebt. Dennoch muss man bedenken, dass die meisten Indikatoren keinen Vorlauf zu dem eigentlichen Kurs haben, sondern aus eben diesem errechnet worden sind. Daher ist es wichtig, auf die richtige Filterung zu achten.
Wenn der Filterindikator einen Trend bestätigt, dann sollte die Option immer in diese Richtung gekauft werden. Counter-Trend-Strategien sollten nur dann Anwendung finden, wenn der Filterindikator Schwäche anzeigt.

Bollinger-Bänder und ADX-Indikator – Binäre Optionen in 5 Schritten handeln

Gezielt Strategien beim Handel anzuwenden, kann die Erfolgschancen durchaus erhöhen, obgleich sie natürlich keinesfalls als Garantie für einen Gewinn zu betrachten sind. Weit wichtiger ist, dass Trader wissen, was genau binäre Optionen sind und wie sie gehandelt werden. Um Tradern die wichtigsten Informationen mit an die Hand zu geben, haben wir relevante Fakten für den Handel mit binären Optionen in der folgenden Slideshow zusammengestellt:

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