Initiatoren der „Deutschlandrente“ bringen gute Gedanken zum falschen Schluss – private Vorsorge ist keine staatliche Aufgabe

Privatwirtschaftliches Angebot ist bereits vorhanden

Initiatoren der "Deutschlandrente" bringen gute Gedanken zum falschen Schluss - private Vorsorge ist keine staatliche Aufgabe

Rogier Minderhout, Gründer und Geschäftsführer myPension (Bildquelle: myPension)

(Frankfurt/Main, 5. Mai 2017) Union und Grüne in Hessen wollen der schleppenden privaten Altersvorsorge neuen Schub verleihen. Deren Kritik am vorhandenen System ist berechtigt. Ein staatlicher Rentenfonds ist jedoch nicht erforderlich. myPension bietet bereits eine effiziente Anlage zu niedrigen Kosten an.

Am 28. April veröffentlichte die Hessische Landesregierung ihr Konzept für ein einfaches und kostengünstiges Rentenprodukt von einem staatlich organisierten Deutschlandfonds. Beiträge sowie Riesterförderungen werden in einem breit diversifizierten Portfolio angelegt. Auf Wunsch kann der Anleger auf Garantien verzichten, um eine höhere Rendite zu ermöglichen. Weiteres Kernstück ist ein „Opt-out“ Verfahren, wobei der Arbeitnehmer automatisch in den Deutschlandfonds einzahlt, solange er nicht widerspricht.

Seit Ende letzten Jahres bietet myPension eine vollständig digitalisierte Rentenversicherung an. Wie bei der Deutschlandrente werden die Beiträge der Kunden automatisch in ein weltweit gestreutes ETF-Portfolio mit insgesamt mehr als 3.000 Einzeltitel investiert. Ab zehn Jahre vor Renteneintritt schichtet das Portfolio auf Wunsch des Kunden automatisch in risikoärmere Anlageklassen um. Über die vergangenen 15 Jahre zeigte dieses Portfolio eine Rendite von 6,6 Prozent im Jahresschnitt (vor Lifecycle Umschichtung).

Der Vertrieb erfolgt primär über das Internet. Dadurch sind die Kosten bei myPension sehr niedrig. Über die Laufzeit ergeben sich jährliche Verwaltungskosten von ca. 0,8% des angesparten Vermögens, inklusive Fondskosten. Für die Deutschlandrente stellen die Initiatoren jährliche Verwaltungskosten von 0,5% in Aussicht, ähnlich wie der britische Anbieter NEST. Dabei soll erwähnt werden, dass NEST teure Fondsanbieter wie Amundi, Legal & General und UBS nutzt. Inwieweit dessen Fondsgebühren die Kosten noch steigern, bleibt abzuwarten. Auch sind die Beiträge bei NEST limitiert (auf GBP 4.400 jährlich).

„Der Verzicht auf Garantien und niedrige Kosten sind gute Gedanken für die Altersvorsorge. Die Initiatoren können jedoch nicht richtig erklären, warum es hierzu eine staatliche Instanz braucht. myPension bietet bereits eine effiziente private Vorsorge zu niedrigen Kosten an.“ sagt Rogier Minderhout, Gründer und Geschäftsführer von myPension.

Er fügt hinzu: „Zwar betonen die Initiatoren, dass der Deutschlandfonds den Wettbewerb zwischen privaten und staatlichen Anbietern nicht verzerren darf, dies erscheint mir jedoch nicht glaubhaft. Für ein Opt-Out Verfahren und eine Vereinfachung der Riesterförderung muss der Staat nicht selbst zum Anbieter werden. Vielmehr sollte er sich auf seine Rolle als Regelgeber konzentrieren.“

myPension wurde im Juli 2016 von Rogier Minderhout in Frankfurt am Main gegründet. Das InsurTech Unternehmen hilft Menschen dabei, Interesse und Kontrolle über ihre Altersvorsorge zurückzugewinnen. Die Lösung ist eine vollständig digitalisierte Rentenversicherung in Verbindung mit einer effizienten Anlagestrategie und niedrigen Kosten. Über die moderne Online-Plattform verwaltet der Kunde seine Ersparnisse und behält die erwartete Rente im Blick.

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Veröffentlicht in Versicherung & Finanzen

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